Zuchkaviar
Die ungezählten Bemühungen, Kaviar künstlich zu
erzeugen, waren bis dato stets zum Scheitern verurteilt.
gewöhnlich entstand daraus nur eine unappetitliche Konsistenz
aus Fischrogen, welche überhaupt nicht an das qualitativ edel
Originalprodukt heranreichte. Erst im Jahre 2005 glückte es,
bei diesen Versuchen ein gelungenes Ergebnis zu erzielen, das
passend schien, den hochpreisigen Störeiern Konkurrenz zu
machen. Die Rezeptur des sogenannten Zuchtkaviars wird seit dieser Zeit immer
weiter elaboriert.
jedoch ist auch das Herstellen dieses
Substituts nicht ganz billig. So bedarf etwa ein Ossietra-Stör
rund sieben Jahre, ehe sein Laichprodukt auf dem Markt der
Feinkostartikel veräußert werden kann. Zudem müssen
Feinschmecker damit rechnen, dass sie volle 15 Jahre lediglich
dafür bedürfen sich das fachliche Hintergrund für die Aufzucht
erreichen und grundsätzliche Bemühungen zu starten – eine lange
Zeit, während der keinerlei Profite gewonnen werden können.
Diese Zeitspanne abzukürzen und das indispensable Wissen
gleichsam "einzukaufen" ist kompliziert, da generell nur wenige
Personen in dieser Zucht ausgebildet sind. Außerdem sind die
Störfarmen ausgesprochen daran interessiert, ihr Wissen für
sich zu behalten und mögliche Gegenspieler auf ihrem Sektor
abzuwehren.
heute fällt es übrigens auch erfahrenen
Experten schwer, in freier Natur Gewonnenen von Kaviar zu
differenzieren, der unter überwachten Konditionen gezüchtet
wurde. Als Grund gilt es dabei vor allem die Zufütterung zu
benennen. Zwei bis drei Monate vor der Schlachtung werden die
Fische nicht mehr mit Trockennahrung, sondern mit Naturfutter
ernährt. Dies schließt aus den bereits angeführten negativen
Geschmack und beeinflusst das Gaumenerlebnis positiv.
Das Augenmerk der Hersteller gilt vorrangig dem
Sibirischen Stör (Acipenser Baerii), dem Ossietra ebenso wie
dem Amerikanischen Stör (Acipenser Transmontanus), da sich mit
diesen der größte Umsatz erzielen lässt. Von der artifiziellen
Kaviarproduktion gewinnt in erster Linie die Umwelt, da einer
Überfischung entgegen gewirkt wird. ebenso der Kunde darf sich
über den weit besseren Preis freuen: Die durch Aufzucht
erzielten Fischeier werden rund 70 % billiger als das
Ursprungsprodukt erzeugt.
Quellen:
http://www.welt.de/lifestyle/article1490871/Muss_man_8600_Euro_fuer_Kaviar_ausgeben.html
http://blog.tamundo.de/2009/04/29/zuchtkaviar-die-alternative-zum-kaviar-wildfang/
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